20.02.2017

HERMA GmbH

WALA setzt auf hochflexible HERMA Anlage: Etikettieren auf die sanfte Tour

Die WALA Heilmittel GmbH hat mit mehreren Hundert Arzneimitteln und Kosmetika ein überaus umfangreiches Produktportfolio. Allein für Flaschen aus Glas und Kunststoff gibt es 21 unterschiedliche Formate, die auf einer einzigen Anlage etikettiert oder codiert werden sollen. Zum Einsatz kommt eine flexible Anlage von HERMA – auch weil sie sanft ist zu den hochempfindlichen Etiketten.

 

Die Nachfrage nach Naturkosmetik von WALA wächst weltweit stetig, die Produktionsfläche in Bad Boll nicht ganz so schnell. Für eine komplett neue Abfüll- und Verpackungsanlage wurden bestehende Räumlichkeiten umgebaut. Die Abfüll- und Konfektionierlinie mit Maschinen von vier Herstellern musste auf relativ engem Raum Platz finden – daher sind die Zuführstrecken kurvig und verwinkelt. „Wir haben um die Kurve gebaut, um den Platz optimal zu nutzen“, erklärt Jan-Philipp Strecker, Gruppenleiter Betriebsingenieurwesen bei WALA. „Dabei erwies es sich als vorteilhaft, dass die HERMA Etikettieranlage kompakt ist und über platzsparende Extras wie Sammelteller mit klappbaren Magazintischen für die manuelle Befüllung und Entleerung verfügt.“ Die Anforderungen an die Gesamtanlage sind anspruchsvoll: Für Flaschen aus Glas und Kunststoff sollten mit einer Anlage alle Formate abgedeckt werden – insgesamt 21 Formate mit Inhalten von 10 ml bis 500 ml.

 

Flexibles Etikettiersystem

Für dieses breite Spektrum erwies sich eine Etikettiermaschine des Typs HERMA 040M HC als geeignet– ein ähnliches Modell ist bereits in einer bestehenden Abfüll- und Konfektionierlinie bei WALA integriert. Die Modulbauweise macht es einfach, auf wechselnde Formate zu reagieren. Dadurch verkürzen sich die Rüstzeiten. Alle Formatteile tragen Hinweisschilder für das mögliche Einsatzspektrum und sind in unmittelbarer Nähe der Etikettieranlage untergebracht. „Das ist essenziell, weil unsere Chargen mit etwa 1.000 bis 6.000 Stück teils recht klein sind“, erklärt Bernd Wendling, Gruppenleiter in der WALA-Herstellung. Hinzu kommt, dass die Chargen für den Export in Ländervarianten mit verschiedensprachigen Etiketten unterteilt sind. In der Regel sind zwei bis drei Rüstwechsel je Schicht notwendig.

 

Die Etikettieranlage hat zwei Aufgaben: Sie bringt auf Glasflaschen jeweils Vorder- und Rückseitenetiketten an und  dient auch als Durchtransport für bereits vorbedruckte Kunststoffflaschen. Vor der Weitergabe an die Verpackungsanlage werden diese mit einer Unterbodenbedruckung für variable Daten versehen. „Aufgrund der Bodenstruktur der Kunststoffflaschen und der manchmal leicht unrunden Form der Glasflaschen ist die Umsetzung der Anforderungen nicht ganz einfach“, so Wendling.

 

Ausstattung für höchste Qualität

Neben natürlichen Inhaltsstoffen und dem Verzicht auf synthetische Konservierungsmittel ist WALA eine optisch ansprechende und hochwertige Präsentation aller Produkte wichtig. „Das Packmaterial und damit auch die Etiketten sind eine Herausforderung. Wir setzen aus gestalterischen Gründen viel Weiß ein und verwenden sehr hochwertige Oberflächen. Fehler wie kleine Kratzer werden nicht akzeptiert“, erklärt Wendling. Alle Formatteile der HERMA Etikettieranlage sind deshalb so ausgelegt, dass kein Kontakt mit dem bereits etikettierten Teil der Produkte entsteht. Drei Laetus-Kameras überprüfen mehrfach die korrekte Aufbringung der Etiketten – fehlerhafte werden über eine Etikettenauswurf-Station abgespendet, falsch bedruckte oder etikettierte Flaschen werden ebenfalls automatisch ausgesondert. Die empfindlichen Glasflaschen werden dabei von der HERMA Anlage über eine Weiche behutsam auf ein abgeschottetes, aber gut einsehbares „Nebengleis“ geschoben. Über eine Klappe können die Bediener diese Produkte einfach entnehmen und ggf. dem Prozess wieder zuführen. „Diese Anwendung ist ein Beispiel dafür, wie man eine komplexe Anforderung mit einer modular aufgebauten Etikettieranlage lösen kann“, sagt Martin Kühl, Leiter des HERMA Geschäftsbereichs Etikettiermaschinen.

  

Die 1935 gegründete WALA Heilmittel GmbH entwickelt und produziert Naturkosmetika und Arzneimittel. Seit 1986 agiert das Unternehmen aus Bad Boll/Eckwälden als Stiftungsunternehmen und erzielt mit aktuell rund 1.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro. Davon entfällt der größte Anteil auf die Kosmetiksparte – in den 80er Jahren war das Verhältnis noch umgekehrt. WALA exportiert Kosmetika in mehr als 40 Länder, unter anderem auch in die USA, nach Australien und Neuseeland.

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